Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist für alle sehr aufregend. Deswegen achten wir in allen Klassen darauf, eine angenehme, freundliche Atmosphäre zu schaffen.

Schon am ersten Schultag lernen die Kinder ihr Klassentier kennen und lieben. Hier sitzt Paul Pinguin, der gemeinsam mit den Erstklässlern lesen und schreiben lernt, Spiele spielt und gute Tipps gibt.

Die Kinder haben die Möglichkeit, selber zu entscheiden an welchem Sitzplatz sie am besten lernen können. Durch die Auswahl zwischen Tischgruppen, Tischreihen aber auch Einzelplätzen sowie durch einen regelmäßig wechselnden Sitzplan werden die Kinder immer wieder aufgefordert zu reflektieren, was sie zum Lernen brauchen und auf welche Art sie das am besten können.

Schon im ersten Schuljahr ist Struktur wichtig – jedes Teil hat seinen festen Platz, der Klassenraum ist nicht überladen und für die Kinder übersichtlich. Der zu Beginn noch ganz leere Klassenraum wird nach und nach mit den Kindern gemeinsam gestaltet.

Unser Tag startet nach der Begrüßung immer gleich: Die Kinder stellen das Datum und den Wochentag vor, anschließend besprechen wir gemeinsam den Tagesplan. So weiß jedes Kind immer genau, was es am Tag erwartet und in welcher Stunde wir gerade sind. Unser Frosch hüpft dabei von Stunde von Stunde weiter und gibt den Kindern weitere Orientierungsmöglichkeiten.

Ein wichtiger Punkt ist in Arbeitsphasen auch unsere Lautstärke-Anzeige. Jede Arbeitsphase, sei es Stillarbeit, Partner- oder Gruppenarbeit bringt seine eigene (natürliche) Lautstärke mit sich. Auch hier geben wir den Kindern eine Orientierung, wie laut sie gerade sprechen können, um für alle ein zielgerichtetes Lernen zu ermöglichen.

Jeden Tag besprechen wir zudem, wie unsere Klassenregeln eingehalten wurden: Unser „kleines Wir“ gibt es in 3 verschiedenen Größen, da es – je nach Klassenzusammenhalt – wachsen oder schrumpfen kann. Durch die Visualisierung werden die Kinder immer wieder daran erinnert, sich an die Klassenregeln zu halten.

Unsere Klassenregeln haben wir gemeinsam nach dem Buch „Das kleine WIR in der Schule“ erarbeitet. Unsere Regeln ermöglichen uns, dass wir gemeinsam gut Lernen können und wir als Klasse weiter zusammenwachsen.

Der Blick auf die Tafel sollte immer strukturiert und auf keinen Fall überladen sein – deswegen gilt hier: weniger ist mehr.

Im ersten Schuljahr arbeiten wir täglich mit dem Buchstabenhaus, unserer Anlauttabelle. Schon zu Beginn lernen die Kinder alle Buchstaben und Laute kennen, so dass erste Schreib- und Leseaufgaben nicht lange auf sich warten lassen.

Über der Tafel ist Platz für unsere Beamer-Präsentationen. Täglich leitet eine Präsentation durch den Unterricht, so dass Aufgaben und Übungen auch interaktiv möglich sind.

Dadurch, dass die Kinder schon früh alle Laute kennenlernen, können wir auch schon früh mit den ersten Leseübungen beginnen. Das gemeinsame Lesen von Fantasiewörtern, das Bestimmen der Silben und der Vokale (unseren Silbenkönigen) übt nicht nur die Lesekompetenz, sondern bahnt auch noch erste Rechtschreibregeln (jede Silbe hat einen Silbenkönig) an.

Außerdem zählen wir mit der Strichliste die Anzahl der Schultage.

Auf der rechten Tafelseite wissen die Kinder: Das sind meine Hausaufgaben. Auch hier möchten wir die Selbstständigkeit weiter fördern: Jeden Morgen tragen die Kinder ihre Hausaufgaben selbstständig im Schulbegleiter, unser schuleigenes Hausaufgabenheft, ein und heften eigenständig die Arbeitsblätter in ihre Schnellhefter. Die farblichen Markierungen helfen dabei, die richtigen Mappen auszuwählen.

Im hinteren Bereich der Klasse findet sich ein großer Teppich, auf dem sich unsere Lernspuren befinden. Gemeinsam mit den Kindern wird diese Wand gestaltet und Inhalte, die für den aktuellen Unterricht wichtig sind, aufgehängt. Vor allem die aktuellen sachunterrichtlichen Themen finden hier ihren Platz und dienen so als Erinnerungsstütze für die Kinder.

Außerdem haben wir eine Lese- und Spielecke. Die Kinder haben da (in Nicht-Pandemie-Zeiten) die Möglichkeit, nach ihren persönlichen Interessen aus der klasseneigenen Bibliothek ein Buch auszuwählen und zu lesen. Die Klassenbücherei wird immer mit Büchern aus der Schulbücherei ergänzt.

Wir arbeiten im ersten Schuljahr mit dem Lehrwerk „Flex und Flo“ in Mathematik und mit „Einsterns Schwester“ in Deutsch. Beide Lehrwerke ermöglichen ein individuelles und differenziertes Arbeiten, so dass die verschiedenen Leistungsstände berücksichtigt werden können. Die Kinder können in ihre Arbeitshefte reinschreiben, es ist Verbrauchsmaterial. Ergänzend zu den Lehrwerken, die sich durch alle Klassen ziehen, haben die Kinder kleine Hefte für die Freiarbeit, in denen sie ebenfalls individuell arbeiten können.

Die Kinder sollen lernen, selbstständig und nach ihrem eigenen Leistungsstand sich Angebote für die Freiarbeit auszuwählen. In Freiarbeitsstunden vertiefen die Kinder zuvor erworbene Kenntnisse. Sie arbeiten hier mit Karteien und vielfältigen anderen Materialien, die sie eigenständig auswählen können. Viele Übungen können hier auch mit dem Partner gemeinsam bearbeitet werden. Die Selbstkontrolle ist dabei ein wichtiger Punkt, die die Kinder ebenfalls lernen müssen und in ihrer Selbstständigkeit und in ihrem eigenverantwortlichen Lernen stärkt.

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1. Schuljahr

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